The Eintracht Frankfurt’s Diaries: Unsere Reise nach Leipzig

EIN SPEZIAL VON: ONE NIGHT IN… LEIPZIG

2013 war ein fabelhafter Reiseherbst gewesen… Sommer, Sonne, Strand und Meer auf Zypern. In 2014 ging es weiter mit einem aufregenden Zwei-Städtetrip von Porto nach Lissabon. Herrlich!

Über die Urlaubssaison 2013/2014 werde ich irgendwann bestimmt nochmals schreiben: „Meine erste Reise durch Europa mit der Eintracht“. Memories….

Aktuell wittere ich die Chance, dass weitere, neue Artikel entstehen  könnten, die sich mit Reisen in Europa und Eintracht Frankfurt beschäftigen werden. Europacup – in diesem Jahr?! Wir werden sehen.

Das Träumen hat mich jedenfalls zu „The Eintracht Frankfurt’s Diaries“ motiviert. Eine neue Kategorie, die sich hoffentlich zur Großserie entwickelt.

Was euch hier erwartet? Reiseberichte rund um den Fußball mit Eintracht Frankfurt. Ist aufregender als am Strand zu liegen, aber nicht ganz so entspannend. Und wenn ich Glück habe, beinhaltet das ja auch mal „eine Woche Teneriffa Sandstrand“. 🙂

 

Erstes Kapitel –

Auswärts gegen Leipzig… außer Fußball war es schön

17. Spieltag der Fußball-Bundesliga. Eintracht Frankfurt fährt als Tabellensechster zum Tabellenzweiten nach Leipzig. Und wir sind mit Beachtime Travelling auch dabei. Wir begleiten Eintracht Frankfurt auf eine 2-tägige Auswärtsreise mit einem vielfältigen Programm und mit dem Erfinder des tödlichen Passes…

Es fährt ein Zug mit Legende

Unsere Reise beginnt kurz vor neun am Frankfurter Bahnhof. Mit dem Zug fahren wir nach Leipzig. Auf der Hinfahrt gibt es bereits ein wenig Einstimmung für den Abend, Eintracht-Gesänge und fröhliche Hessen überall, sowie die ein oder andere Fotosession mit Uwe Bein, der uns begleitet.

Wer das ist?! Für alle nicht Eintracht-Fans da draußen: Uwe Bein ist der Erfinder des tödlichen Passes. In 300 Bundesligaspielen erzielte er 91 Tore und er war Teil des „dreckigen Haufens“ der Saison 1991/1992 – unbedingt lesen:

http://www.11freunde.de/interview/uwe-bein-ueber-eintracht-frankfurt-der-saison-199192

http://www.11freunde.de/artikel/redakteure-gestehen-wie-uwe-bein-mein-leben-veraenderte

Ich war wirklich erstaunt, wie viele jüngere Eintracht-Anhänger ihn sofort erkannten. Auf der anderen Seite hat er sich ja auch gut gehalten und ist kaum älter geworden.

Fußballexperten-Talk. Uwe Bein trägt die SGE am Herzen

In Leipzig angekommen, wartet bereits unser Reiseführer aus „Leipsch“ auf uns. „Wenn ich das mal so sagen darf“…durchaus eine lustige Type.

 

Sightseeing in Leipzig

„Wenn ich das mal so sagen darf“… der Hauptbahnhof selbst ist schon sehenswert. Er ist mehr als 100 Jahre alt. Seine geschichtsträchtige Vergangenheit kann man förmlich spüren, wenn man die Blicke über Fassade und Fensterbögen streifen lässt. Leipzigs Hauptbahnhof ist der größte Kopfbahnhof Europas. Und sehr lebendig: Über 140 Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants auf drei Etagen füllen das Innere des Hauptbahnhofes auch abseits des Reiseverkehrs mit Leben.

Unsere Stadtrundfahrt beginnt. Die Straßen führen uns an beeindruckenden Bauten vorbei. Wir passieren das Gohliser Schlösschen, den Zoo Leipzig, den wir einen Tag später noch besuchen werden, fahren durchs Waldstraßenviertel usw.

Wir passieren das Schillerhaus. Friedrich Schiller (1759 – 1805) bewohnte im Sommer 1785 lang im damaligen Dorf Gohlis eine Schlafkammer im Obergeschoss des Bauern Schneider. Dort schrieb er die erste Fassung der Ode „An die Freude“.

Im weiteren Verlauf halten wir kurz am Marktplatz, dem Mittelpunkt der Stadt, am Alten Rathaus. Hier haben sich zu diesem Zeitpunkt auch die mitgereisten Eintracht-Anhänger versammelt, bevor sie sich auf den Weg ins Stadion machten.

 

Wir fahren weiter zum Panorama-Tower am Augustusplatz. Mit 142,5 Metern ist es das höchste Office-Gebäude Leipzigs. Ende der 60er Jahre war der Tower sogar mal das höchste Gebäude Deutschlands gewesen. Die Aussichtsplattform liegt auf der 31. Etage und bietet einen wundervollen Blick über Leipzig. Wer hungrig dort aufschlägt: In der 30. Etage befindet sich das Restaurant Panorama Tower „Plate of Art“, es ist die höchstgelegene Gastronomie Mitteldeutschlands (120 Metern Höhe).

So oder so, eine Stadtrundfahrt durch Leipzig lohnt sich.

 

Dann wird es allmählich Zeit… Wir fahren zur Red Bull-Arena, wo wir eine schnelle Stadionführung durchlaufen.

Keinen Zweifel, das Stadion ist neu und hochwertig ausgestattet. Allerdings gibt es natürlich (noch) nicht viel zu berichten aus der Arena, keine Geschichte, keine Anekdoten. Rasen, Kabine und selbst die Ersatzbänke sind auf Grund des nachfolgenden Spiels hermetisch abgeriegelt. Naja, jetzt kennen wir eben alle VIP-Lounges auf Ebene 5,6 und 8.

 

 

Vor dem Anpfiff verweilen wir noch kurz in einer der angesprochenen Lounges namens „Zooblick“. Wie der Name schon verrät, leider sehen wir hier nichts vom Stadion und können keine Stadionatmosphäre vor dem Spiel aufnehmen.

 

Ein „gebrauchter Abend“

Aus gegeben Anlass ist zum Spiel selbst nicht mehr viel zu sagen. Nach 3 Minuten ist das Ding gelaufen. Hradecky sieht Rot nach Ausrutscher und Handspiel außerhalb der Strafraumgrenze. Heinz Lindner kommt ins Spiel und Hrgota muss im Sturm „geopfert“ werden. Freistoß von Leipzig, starke Parade von Lindner und trotzdem fällt mit einem Abstauber von Compper das 1:0 für Leipzig. Die Eintracht sammelt sich zwar nochmals und ist ab der 15.min sogar das spielbestimmende Team (dank Rebic), dennoch fällt in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit noch das 2:0. Die zweite Halbzeit bleibt ohne große Vorkommnisse, außer dem entscheidenden 3:0, was gleichzeitig dem Endstand entspricht.

Was bleibt von diesem Abend? Vor allem die Sehnsucht nach dem nächsten Heimspiel mit guter Stadionatmosphäre und eigenen Fangesängen:

Heimspiel in Frankfurt

 

Der Morgen danach

Wir erwachen im INSIDE by Melia in Leipzig. Ein prima Hotel für einen Städtetrip in Leipzig. Die Lage ist zentral, das Ambiente modern und neuwertig, denn das Hotel wurde im September 2016 erst eröffnet.

Nach dem Frühstück starten wir zum Zoo Leipzig. Ein MUST-HAVE-SEEN, definitiv. Er zählt zu den artenreichsten Zoos Europas. Was den Zoo Leipzig so einzigartig macht, ist das Konzept „Zoo der Zukunft“. Dieses sieht die Umwandlung eines klassischen Zoos in ein Naturerlebnispark vor. Dementsprechend ist das Gelände in Leipzig in sechs Themenbereiche gegliedert „Afrika“, „Asien“, „Südamerika“, „Gründergarten“, „Pongoland“ und das Highlight „Gondwanaland“.

 

Ein bisschen Jurassic Park

Die 34,5 Meter hohe und 16.500 Quadratmeter große, einzigartige Tropenhalle wurde im Juni 2011 eröffnet. Gondwana war der Urkontinent der Südhalbkugel, quasi die Vereinigung der Kontinente Asien, Afrika und Südamerika. Diesen Urkontinent erschließen wir zu Fuß und im Boot… und kommen dabei ganz schön ins Schwitzen. Kein Wunder bei 24-26 Grad Celsius und 65-100% Luftfeuchtigkeit – im Januar.

Gondwana beheimatet ca. 100 Tierarten und 17.000 tropische Pflanzen. Mir persönlich haben es die Totenkopfäffchen angetan.

 

Abschließend stärken wir uns mit einem Lunch im Barthelshof, eines der traditionsreichsten Restaurants der Stadt.

 

Und dann wird es Zeit „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Mit dem Zug fahren wir zurück nach „Good old Frankfurt“.

 

Klingt nach einer fast perfekten Reise, oder? Also bis auf das Ergebnis… Und das war sie auch.

VIELEN DANK für die tolle Organisation und für die charmante Begleitung durch unseren Eintracht-Travel Guide Ariane:


Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder zur nächsten Eintracht-Reise – durch Europa.

Veröffentlicht von

Susanne@beachtimetravelling

Hi, ich bin Susanne…von Beachtime Travelling. Ein Kind der 80er. Als nebenberufliche Reisejournalistin bin ich vorwiegend in Europa unterwegs und berichte von meinen Lieblingsorten. In 51% der Fälle liegen diese auf Mallorca. ;-) Alternativ haben meine Reisen mit schönen Autos oder schönem Fußball von Eintracht Frankfurt zu tun. Wenig überraschend: Frankfurt ist meine Heimatstadt. Auch hier nehme ich hin und wieder an Veranstaltungen teil, die es wert sind erwähnt zu werden, da sie wie „Kurzurlaub“ wirken. Neben meinem Faible für Travelling, Fine Dining, Lifestyle & Fashion habe ich eine kleine Schwäche für Piraten. Ein besonderer kleiner Pirat hat mich daher zu meinem Kinderbuch „Die Abenteuer von Kapitän Piet – eine piratenmäßig schräge Geschichte“ motiviert.

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